Elend und ein bisschen mehr Struktur bitte

Ich habe geschlafen wie ein Stein. Ein paar Mal unterbrochen um einen Welpen zum Schlafen zu überreden. Aufgewacht mit mieser Laune und einen unguten Gefühl den kommenden Tag betreffend.

Wir besprechen uns. Was tun. Wie wird dieser Tag aussehen? Wir entscheiden uns dazu, die Trainerin telefonisch zu kontaktieren. Wir sind uns einig, daß wir uns einfach enorm viel Druck selbst aufgebaut haben. Es muss der beste Hund der Welt werden. Dann geht mal was schief und sofort herrscht bei uns Endstimmung. Ich will nicht sagen, daß es ein Fehler war, daß mein Mann Urlaub genommen hat. Wir hätten diese Tage nur einfach besser strukturieren müssen und nicht nehmen wie kommt. Die fehlende Struktur hat uns doch ziemlich hart ein Bein gestellt.

Ich bin mir sicher, daß es ab Montag – sofern wir es nicht jetzt besser hinbekommen – deutlich strukturierter zugehen wird. Ich habe meinen Tagesplan und daran wird sich auch ein Welpe gewöhnen.

Für den Keller haben wir eine weitere Box bestellt. Inzwischen hat sich Lex gut daran gewöhnt. Ich denke so wird auch ein Training möglich sein. Lex ist bei mir, aber in einem eingeschränkten Rahmen.

Ein Blick in meinen Kalender verrät mir, daß es ‘kurz vor Elend’ ist und damit Zeit, daß sich meine Beschwerdesymptomatik über die nächsten Tage wieder deutlich verschlimmern wird. Kein Wunder also, daß mir gestern die Welt um die Ohren geflogen ist. Das Telefonat hat mich beruhigt. Dennoch ist meine Laune eher schwermütig. Auch die unablässig strahlende Sonne kann dies nicht ändern. Ein gutes Patentrezepte habe ich noch nicht für das Grauen vor dem Elend. Training ist gestern ausgefallen. Es gab Kekse, Johannisbeer Bonbons und Schokolade. Irgendwie war es nicht so geil wie erhofft. Am morgen danach fühle ich mich auch irgendwie besonders verkatert.

Es ist schon halb zwölf. Mein Mann hat mich schlafen lassen. Ich fühle mich leer.

Der Tag wird im Verlauf besser. Nach meinem Training fühle ich mich sogar etwas gut. Bevor ich in den Keller geschlichen bin, habe ich noch die Wäsche gemacht. Betten bezogen, Handtücher eingesammelt.

Mein Mann wird gleich einkaufen fahren. Lex liegt derweil ausgetobt in seiner Kiste. Bei unserem Gassigang heut Mittag hat er den kleinen Bach entdeckt und war schwer beeindruckt. Die Nase wurde auch kurz mal rein gehalten.

Sonne!!!

Ich bin wieder besserer Dinge. Es wird sich alles finden und seinen Weg gehen. Es braucht eben auch erstmal Zeit um seinen Weg zu finden.

Tschüss

vor 3 Jahren

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