Elend ist da und gleich viel besser

Wir hatten gestern Abend noch ein ziemlich ernstes Gespräch, was leider etwas entglitten ist. Ich glaube aber, daß es so in der Form auch notwendig war. Es geht hier um einiges.

Fakt ist, sicher auch unüberlesbar, wir haben uns gerade in eine dämliche Situation gebracht – wir erwarten Perfektion und haben Chaos.

Für meinen Mann ist es eine furchtbare Situation. Er erlebt sich in einen dauernden auf und ab. Lex bringt Freude. Lex bringt Frust – aber auch nur weil wir uns einfach auch ungeschickt anstellen und es gleich als vernichtenden Rückschlag erleben. Mein Mann bekommt langsam eine Ahnung wie es mir im normalen Leben Tag täglich ergeht – ganz ohne Lex. Meine Special Effects eben. Er will mich unterstützen, erlebt sich gerade aber eher als zusätzliche Belastung. Dazu kam dann mein PMDS – in diesen paar Tagen geht für mich sowie so die Welt unter. Ich habe versucht das alles zwei Wochen lang aufzufangen. Meinem Mann gut zuzureden und ihm Mut zu machen.

Ich glaube wir sind wirklich auf einem gute Weg. Es kommt eben auch mal das Leben dazwischen und wir sind eben nicht so einfach.

Heute bin ich sehr guter Dinge – natürlich, mein Elend ist ja auch da und verschwunden das PMDS. Ich werde die Gassigänge alleine erstmal lassen, bzw. wirklich sehr kurz halten. Lex muss sich eben auch an uns als Zweiergespann gewöhnen. Die Wiese vor dem Haus wird sich auch als Trainingsfläche für die Leinenführigkeit eignen. Abgesehen davon sehe ich auch erstmal das Clickertraining als unsere Hauptaufgabe. Sobald wir ihn richtig einsetzten können, wird es vieles vereinfachen.

Ansonsten haben wir heute einen telefonischen Termin mit einem Mensch-Hund-Trainer. Ich hoffe, daß wir hier baldmöglichst einen Termin bekommen um an uns arbeiten zu können.

Für Lex ist gesorgt, nun zu uns.

Ich habe eine kleine Häkelei am Wickel, es steht ein neues Ponyprojekt an. Das andere Projekt musste ich erstmal an die Seite legen. Ich versteh die Anleitung einfach nicht – bekanntes Problem, wie der Ochs vorm Tor. Mein Schwesterherz hat mir die Anleitung zukommen lassen. Ist auf englisch, eigentlich kein Problem, aber irgendwie doch. Hab es mir nochmal abgeschrieben um es einfach auch nochmal deutlich zu sehen. Nein. Ich verwirre mich damit nur selbst.

Heute ist trainingsfrei. Mein LWS-Autschi, war bzw. ist auch nur die schmerzhafte Vorabankündigung meines Elends gewesen. Wenn ich eins hasse – und ich gehe mit diesem Wort wirklich sparsam um, Hass ist einfach so ein starkes, zerstörerisches Wort – dann ist es in diesen Tagen eine Frau zu sein.

Ich musste am Samstag festestellen, daß Gummistiefel bei Minusgraden einfach banane sind. Ich hatte zwar dicke Strümpfe an, aber – wahrscheinlich der Aufregung geschuldet – diese dann durchgeschweißfußt. Jetzt gibtes so richtige Winterschuhe! Ich bin sehr gespannt. Kann man ja immer mal gebrauchen…

Langsam muss ich mich um mein Widerspruchsschreiben kümmern. Der Antrag auf Kostenübernahme wurde natürlich abgelehnt. Ich weiß nicht so richtig wo ich da anfangen soll. Grundsätzlich kann man auch erstmal widersprechen und dann die Begründung nachreichen. Ich werde Kontakt zur UPD (Unabhängige Patientenberatung Deutschland) aufnehmen. Ich würde gern das SGB 5 als Grundlage nehmen, fürchte mich aber vor einem Eigentor.

Der Tag ist wirklich in Ordnung. Ich schaffe es sogar mich um die Wäsche zu kümmern und etwas nach draußen zu gehen.

Tschüss

P.S. Ich habe meinen Blogpost vom Samstag um einige alte Bilder der Conti ergänzt. Hätte mir ja auch gleich einfallen können. Sie stammen von unseren Besuch 2016.

vor 3 Jahren

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