Kein Funke

Die Nacht war lang. Zwischen hellwach und Tiefschlaf gab es alles. Ich träume zur Zeit auch wieder wirres Zeug. 
Der Himmel ist grau. Draußen ist es relativ warm und noch bevor ich meinen Hintern zur morgendlichen Häkelrunde auf dem Sofa parke werden auf der Terrasse ein paar Pflanzen aus meinem Gewächshäuschen in Töpfe umgepackt. Fühlt sich gut an. 

Ich habe frische Wolle aus meiner Wollkiste mit ins Wohnzimmer geschleppt. Ich habe noch eine kleine Osteridee und ja ein Ponyprojekt ist auch noch am Start. Ich mag Abwechslung beim Häkeln. 

Inzwischen ist auch etwas sonne heraus gekommen. Mein Thermometer sagt knapp 20 Grad. 

Vor mir liegt natürlich mein Trainingsplan. Deadlifts stehen an. Natürlich in Muscle Rounds. Das klingt nach Schweiß. 

Theoretisch fühle ich mich gut. Körperlich ausgeruht und stark und voller Energie. Praktisch macht mein Kopf da nicht mit. Ja,  ich wurschtel heute viel rum. Aber ja… Im Kopf ist keiner Zuhause. Ich muss einfach immer immer was tun. Ich glaube sonst sterbe ich einfach. 

Training ist vorbei und ich bin wieder leer. Einheit war ok. Ich hatte wieder mit den Tränen zu kämpfen. 

Mein Spiegelbild sagt dass die Diät gut läuft. Es macht Spaß zu sehen wie langsam kleinen Venen sichtbar werden und sich die Muskulatur deutlicher abzeichnet. Ich sehe aber auch die Sorgenfalten,  die sich wieder auf meiner Stirn zeigen.  

Irgendwie ist das Proteinpulver in meinem Porridge klumpig geworden. Jammi,  Porridge mit Gummi… Das verbrennt toll die Zunge. 

Ich mache verschiedene Häkeleien weiter. Irgendwie springt der Funken nicht über. Es langweilt mich. Trotzdem bin ich rast- und ruhelos. 

Baden, lesen, TV… Essen vorbereiten. Mein Mann kommt etwas später heim. 

War kein guter Tag. Ich ziehe mich zurück. 

Tschüss 

vor 5 Jahren

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