Mein Blog und ich – eine on/off Beziehung.

Mich haben ein paar gute Tage erwischt. Ich habe einen so massiven Muskelkater in den Beinen, dass ich meine dritte Trainingseinheit in dieser Woche kurzerhand habe sausen lassen. Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal bei meinem Psychiater war- es wäre wichtig, es geht um ein paar elementare Dinge wie Medikation, Rente und Verschlechterungsantrag. Auch kommen meine Therapeutin und ich aktuell nicht für einen Termin zusammen. Immer ist irgendwas. Aber auch das wäre wichtig.

Ich habe ein so unbändiges Bedürfnis danach, zu wissen was aus den Leuten in meiner Schulzeit geworden ist, dass ich beinahe jede Nacht davon träume. Inzwischen sind es keine Angst- bzw. Albträume mehr. Sondern eher Träume die mich an die schönen Augenblicke denken lassen. Oder eben weiter spinnen wie es gewesen wäre, wenn ich nicht zum Klassentrottel abgestempelt worden wäre. Vielleicht will mein Kopf mich auch einfach nur wieder verarschen. Will ich es herausfinden, oder lasse ich die Finger davon. Einige zaghafte Google-Versuche haben mir Bilder vom ein oder anderen gezeigt. Teilweise sind die alt geworden, oder haben sich überraschend entwickelt. Doch können Bilder alles und nichts sagen. Will ich wirklich aufwühlen was ich so gut versuche zu verdrängen? Ist es vielleicht das Alleinsein, was mir so zu schaffen macht? Sehne ich mich doch tief in meinem Knoppes Herzen nach so etwas wie Freundschaft?

Es gibt in meiner Freundesliste ganze drei Leute von früher. Meine erste große Liebe, nein halt, zweite. Ich war tatsächlich in der Grundschule schwer verknallt. Er ist noch während der Grundschulzeit weggezogen und ich habe ihn nie wieder gesehen. Auch das stimmt nicht. Ich habe ihn vor einigen Jahren aufgestöbert. Meine zweite große Liebe. So ist das nun mal wenn die Hormone verrückt spielen, jede Woche findet man einen anderen Jungen nett. Ist samt Familie weggezogen. Es scheint sich zu wiederholen… Kontakt hatten wir sporadisch. Unserer Lebenswege sind inzwischen so weit auseinander wie sie wohl kaum sein können. Dann gibt es den einen stillen Jungen, still ist er nicht mehr Junge auch nicht, mit dem ich immer über die aktuelle Folge unserer Lieblingsserie diskutiert habe. Ich war immer früh an der Schule, er auch und wir haben die Zeit genutzt – bis unsere Freunde da waren… hätten wir uns doch aneinander gehalten. Bzw ich mich an ihn.

Dann wäre da noch eine Freundin, kann man das nach so langer Zeit sagen? Wir liken gelegentlich unsere Bilder, sie meine mehr als ich ihre. Ich versuche Abstand zu halten, hat sie doch Kontakt zu “der”. Tja. So ist das nach all den Jahren. Hat sich war verändert? Sehe ich es heute anders? Sehen es heute alle anders?

Gedanken die ich eigentlich nicht in meinem Kopf haben will. Ich sehe mein Ich von damals als nerviges, hässliches Mädchen, was nicht weiß wie man sozial richtig agiert. Weiß ich es heute besser? Ich will nicht an diese Zeit erinnert werden. Haben mich doch einfach nur die Umstände zu der gemacht, die ich heute bin.

Kopf, sei einfach still. Lass mich die Sonne genießen und die Bienen beobachten.

Tschüss

vor 4 Wochen

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