Für heute ist ein ganz besonderer Ausflug geplant! Meine Laune ist passend dazu herbstlaubfarbend.

Rebeca hat mich heute Nacht mit einer Runde Facesitting geweckt (das ist jetzt nicht so meins… nen alten Hundearsch im Gesicht muss man wohl mögen),  wir waren dann kurz draußen. Den Rest der Nacht lag sie eingekringelt neben mir. Es ist Urlaub, auch für Rebeca. Da schläft das ganze Rudel schon mal zusammen. Was von allen sichtlich genossen wird.

Meine Träume haben wieder nur so von Gewalt und Brutalität gestrotzt. Keine Ahnung wo ich das immer her nehme. Diesmal mit mir unbekannten Personen (was total leicht ist,  weil ich Gesichtsblind bin). Ein Eifersuchtsdrama. Ich sehe meine Träume teils außenstehend teils als Figur darin. Jedenfalls war es wie eine Art Seifenoper. Mit Happy End – bis dann der kleine Typ mit seiner Knarre reinkam und seine grosse Liebe und alle anderen über den Haufen geschossen hat. Erst war ich außen vor, dann mitten drin. Habe versucht den Guten von seinem Vorhaben abzubringen und ihn in die Schusslinie vom Scharfschützen zu bringen, der das Ganze dann beenden sollte. Dann fing Rebeca neben mir an zu buddeln. Ausgang also ungewiss. Vielleicht sollte ich abends nicht ganz so üppig essen.
Körperliche Nebenwirkungen des Antidepressivas halten sich wohl im Rahmen. Übelkeit bemerke ich nicht. Etwas Appetitlosigkeit. Aber keine Muskelschmerzen und ähnliches. So richtig Antriebessteigernd und vorallem Stimmungsaufhellend wirkt es allerdings nicht. Ich bezweifel dass sich hier noch etwas tun wird. Vielleicht kann ich die Hausärztin, die nächste Woche das EKG macht mit ins Boot holen und sie bespricht sich mit meinem Therapeuten. Ich wüsste  nicht wo ich auf die Schnelle einen neuen Psychiater auftreiben soll… Ich will doch nur dass sich jemand darum kümmert. Ist das zu viel verlangt? Ich möchte doch nur mein Leben zurück. Jetzt gerade muss ich ein bisschen vezweifeln. Es ist so frustrierend wenn man Hilfe sucht aber keine bekommt… oder noch schlimmer die falsche.

Faden verloren.

Aber zurück zu diesem unseren Ausflug. Meine Laune ist gerade übertrieben gut! Ich bin voller Kuhsabber und aaaaww Momente! Meine ganze Hand ist in einem Kälbermaul verschwunden. Toooll!! Genauer gesagt in einem Texas Longhornmaul. Ich mag Rinder ja super gerne! Die Kühe waren schon beeindruckend mit ihren Hörnern und den tollen Farben. Die Kälber einmalig süß und so flauschig! Aber die Bullen. Was für Teile! Zwei Texas Longhorns und ein Hereford. 

Texas Longhorn

Verdammt! Ja! Natürlich habe ich dem Texaner den Kopp gekrault. Der Hereford war zu gemütlich um näher zu kommen. 

Hereford

Aber auch von nem Meter Abstand ein unglaublicher beeindruckender Anblick. Und ja, ein Flanksteak und ein paar Pattys werden uns begleiten. Wir haben die Herde unseres zukünftigen (bzw. gekühlten) Abendessens kennen gelernt, ich freue mich riesig auf das Fleisch. Ich habe gesehen wo das Rind herkommt und wie es gelebt hat und das es von wirklich tollen Menschen alles bekommen hat was ein Rind zum Glücklichsein braucht = bestes Fleisch.
Hier gehts zum BBQ aufs Ohr Bericht zu unserem Ausflug:
Texas Longhorn Ranch

So freudestrahlend meine Augen eben waren so leer sind sie jetzt wieder. Vom überwältigenden tollen Gefühl eben auf der Ranch ist nichts mehr da. Ich schau mir wieder und wieder die Bilder an. Nichts kein Gefühl dabei. Ich muss innerlich tot sein.

Das Flanksteak war anders. Ein richtiges Flanksteak eben. Nicht schlecht, stark im Geschmack. Mich hat es tatsächlich sehr an Schinken erinnert! Gerade der Geruch vom rohen Fleisch. Nur mit Salz. Dazu eine Scheibe Graubrot und ein Bier. Herrlich! So muss das.

Genug der Schwärmerei. Mich strengt es unheimlich an in einer neuen Umgebung zu sein. Es hat eine Weile gedauert bis ich sprechen konnte. Die Tiere haben da sehr geholfen. Trotzdem bin ich jetzt völlig ausgelaugt. Ich genieße es immer sehr auf nette Menschen zu stoßen. Es bringt mich aber leider auch sehr schnell an meine Grenzen.

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