So nicht… und putzen

Schreiben… Heute mag ich nicht schreiben. Mein Tag hat gleich mit Angst und Panik begonnen. 

Mein Mann hat mich schlafen lassen. Ich habe geträumt. Eine Mischung aus Dexter und Weihnachtsmarkt. 

Morgen bekommen wir ganz tollen Besuch und ich warte auf eine wichtige Antwort, die heute kommen soll. 

Das macht mich alles ziemlich fertig. Die letzte Therapiestunde hat mir wirklich ordentlich einen mitgegeben. 

Training war… Ja irgendwie ohne mich. 

Ich habe heute noch so viel zu erledigen. Putzen, Wäsche,  Essen für morgen vorbereiten. 

Momentan sitze ich noch in meinem Trainingszimmer. Immerhin habe ich schon meine verschwitzten Sachen in die Wäsche geschmissen. Mein Shake und eine gefühlte halbe Tonne Kohlenhydrate sind drin.

Ich panike mich durch den Haushalt. Es dauert unendlich lang bis ich das Wohnzimmer abgestaubt habe. Nicht weil es unglaublich dreckig ist. Ich stehe einfach nur im Zimmer rum und weiß nicht wie weiter. Hier was machen, da was machen und dann verzettel ich mich wieder völlig. Ich kriege einfach keine Struktur rein. Das lässt die Panik wieder aufflackern. Ich schaffe es aber nicht mich so sehr hinein zusteigern,  dass sie verschwindet. Sie flacht plötzlich ab und schwelt unter der Oberfläche weiter. Das kann ich prima einige Tage durchhalten.

Ich will an den Briefkasten. Stehe plötzlich in der Küche und weiß nicht mehr was ich wollte.  

Irgendwann gegen späten Nachmittag bin ich dann doch fertig. Vorallem mit den Nerven. Eigentlich müsste ich jetzt für den nervlichen Supergau noch mit Einkaufen gehen. Keine Chance. Bei mir geht nichts mehr. 

Ich versuche zu häkeln. Es sollen vier gleiche Teile werden. Neeeeiin! Ich kriege es einfach nicht hin. Wenn ich es noch drei mal aufmachen muss,  ist die Wolle eh für den Eimer. 

Bestes Kuscheln

Ich habe die Nachricht,  auf die ich seit ein paar Tagen warte,  bekommen. Die Antwort war sehr nett und aufschlussreich geschrieben. Dennoch habe ich das Gefühl, dass Vergangenes gerade massiv ein Loch in mich hinein brennt. Ich bin mit der Situation, obwohl alles so lang her ist, völlig überfordert. Ich habe meinem Therapeuten  gemailt. Ich muss jetzt einige wichtige Entscheidungen treffen und sehe mich dem nicht gewachsen. Ich bin so froh, dass ich meinen Mann habe!

vor 5 Jahren

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