Verschnaufpause 

Der Tag beginnt vorsichtig vielversprechend. Die Sonne scheint undes glitzert überall. Trotzdem muss ich mich hinlegen. Nur ein bisschen liegen und die Augen zu machen. Ich schlafe auch etwas. Rebeca liegt neben mir. Sie hat mir einen dicken Haufen in den Flur gelegt und das obwohl sie gerade noch draußen war. 

Ich versuche zu häkeln. Die Wolle wird wohl nicht reichen. Dank Onlineshopping kein Problem. Ich kann mich nicht wirklich konzentrieren. Dementsprechend schnell landet meine Häkelei wieder in meiner Bastelkiste.

Ich fühle mich unwohl. Kann aber den Grund hierfür nicht benennen. Ich muss eh Wäsche waschen. Rebeca hat den Vorleger erwischt. Nach dem die Maschine dann einmal leer gelaufen ist, mach ich dann doch noch den Rest Menschenwäsche. Eigentlich wollte ich heute gar nichts machen. Nichts rein gar nichts. Ich kann nicht. Fühle mich nutzlos. Ich kann nicht alles an meinen Mann abwälzen. Also staubsauge ich dann doch. Jetzt fühle ich mich etwas besser.

Geräusche an der Haustür. Sofort sträuben sich meine Nackenhaare. Eine Gänsehaut läuft über meinen Kopf und meine Ohren fühlen sich merkwürdig an. Beruhige dich. Post. Mehr nicht.

Ich packe meine Bastelsachen wieder aus. Verteile alles im Wohnzimmer auf den Fußboden. Die Sonne scheint so schön durch das grosse Fenster. Rebeca spielt mit einer Entenfeder und beschnüffelt meine Bastelsachen. Natürlich setzt sie sich auf das zerbrechlichste Teil. So ist sie,  meine Mini. Ein bisschen stolz bin ich. Auf das was ich in den letzten Wochen zustande gebracht habe. Lange beschäftige ich mich aber wieder nicht damit. Ich werde schnell ungeduldig und ich will es nicht kaputt machen. Also packe ich wieder alles weg.

Rebeca gebe ich Nasenarbeit. Sie ist heute flott unterwegs.

Ich schreibe mit jemanden, dem es ähnlich geht wie mir. Es ist was anderes wenn man versteht was in einem vorgeht. Wir können von einander lernen besser mit unserer Situation umzugehen. Es tut gut. Wir haben keinen regelmäßigen Kontakt. Eher unstet und das schon seit einigen Jahren.

Ich sitze auf der Kante von meinem Sofa. Von hier habe ich einen guten Blick auf die Terrasse. Siehe da. Eine Blaumeise traut sich vorsichtig in mein neues Futterhaus an der Scheibe. Juhu!

Wäsche wird mehr als ich dachte. Ich verzettel mich in der Küche dabei läuft Rebeca aus. Dann wird noch etwas gehäkelt. Erstaunlicherweise entspannt es mich endlich mal wieder.

Auch kochen macht mir ein wenig Freude. Bzw. macht es mir nichts aus.

Liegt meine leicht positive Laune vielleicht daran,  daß das morgige Beintraining total lässig wird (Achtung totale Selbstverarschung…! Ich glaube ne Squat Volumenladder mit 100 WDH und 60% 1RM wird nicht lässig!)?  Aber danach gibt es Dresdner Stollen!

Rebeca schläft neben mir auf dem Sofa. Mein Mann ist auch wieder Zuhause und wir haben schon zu Abend gegessen.
War wohl ein Tag den man als ‘gut’ bezeichnen kann. Eine kleine Verschnaufpause,  bevor es erst so richtig los geht.

vor 3 Jahren

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