So kalt

Ich habe 10 Stunden geschlafen. Ich war und bin ziemlich erschöpft. Meine Augen sind ziemlich geschwollen. Gestern war es schon schlimm… Aber ja. So ist das.

Es nieselt. Auch heute versuchen wir uns viel zu beschäftigen. Wir werden uns einfach ein Museum angucken. Und noch eins und noch eins. Bis es aufhört zu regnen oder uns die Beine abfallen.

Ich würde gerne einen Sonnenaufgang sehen. Vielleicht klappt das morgen früh. Sofern wir früh genug aufstehen und das Wetter mitspielt.

Gestern habe ich noch eine Menge köstlichen Tee eingekauft. Ich liege im Bett und trinken einen Zimt Kardamom Tee mit Ingwer. Das wärmt von Innen. Innere Wärme fehlt mir. Ich friere. Ich stehe immer wieder auf und schaue aus dem Fenster.

Mir ist schlecht. Liegt vielleicht auch daran, dass ich den Tee mit meinem Lieblings Softdrink kombiniere. Normalerweise trinke ich Zero Softdrinks nur abends, weil ich eben diesen ekelhaften süßen Geschmack am morgen nicht mag. Während der Diät versuche ich auch solche Chemieplörren zu vermeiden. Heute ist es mir egal.

Zum Frühstück gibt es Avocado und Naturjoghurt. Ich habe gestern essenstechnisch doch ziemlich rumgehurt. Was nicht heisst, dass ich tonnenweise Süßkram in mich herein gestopft habe. #41daysnosugar Habe aber eben auch nicht nach Plan gegessen und keinen Bogen um Kohlenhydrate gemacht. Gestern abend gab es die größte Ofenkartoffel, die ich in meinem Leben je gesehen und gegessen haben. Mit Champignons und Sour Creme dazu ‘Hackfleisch’ mit Wildreis und roten Linsen. Zum Mittag gab es auch schon nen pulled Pork Burger mit Apfelgelee und ‘Hackfleisch’ das alles in einem weichen dunklen Weißbrot. (Jaja, da ist sicher Industriezucker drin gewesen…) aber pulled Pork vom ganzen Schwein!

Hört sich nach guter Abwechslung an. Ja. Aber auch nur solang der Kopf direkt beschäftigt ist… Ich gebe mein bestes. Ich bin auch etwas stolz auf mich. Ich habe keine regulierenden Maßnahmen ergriffen. Kein Schneiden,  kein Verbrennen,  kein Kratzen,  kein Kotzen, und was ich sonst so machen würde.

Wir waren in einem Medizin Museum. Sehr intetessant. Viele Exponate. Viel zu gucken. Viel Zeit vergeht. Wir holen uns was fürs Mittagessen. Ich probiere es wirklich clean. Lande dann aber bei einem grossen Salat mit Nudeln in grünem Pesto und dazu ein Stück Quiche.

Danach geht es sofort weiter. Diesmal in ein Erdgeschichtsmuseum und weil wir dann noch nicht genug hatten ging es weiter. Laufen. Laufen. Laufen. Bis uns wieder beinahe die Beine abgefallen wären.

Heute Abend gibt es wieder auswärts Essen. Für meinen Mann Brisket und Babyribs und ich nehme einen Burger mit Blauschimmelkäse und Cajun Mayo. Tatsächlich können wir das besser…

Und immer wieder geht mein Kopf an. Immer immer wieder. Ich renne durch Menschenmengen. Es macht nichts mit mir. Als würde nichts um mich herum existieren. Ich sammeln auf einen unserer ziellosen Wanderungen ein paar Pflanzensamen. Vielleicht kann ich mich die Tage aufraffen und mein kleines Gewächshaus auf dem Schuppen holen. Nun kann es auf den Boden stehen. Keiner wird es mehr umrennen. Vielleicht wächst etwas. Von meiner Schwester hatte ich auch die Tage ein Überraschungspäckchen mit Blumensamen bekommen.

Ist es normal,  dass man so sehr um einen Hund trauert? Ja. Sie war mein bester Freund. Sie war immer für mich da. Sie hat viel mit mir erlebt und mich nie verurteilt. Sie hat nie meine Entscheidung kritisiert. Sie war einfach immer nur da. Unzählige Tränen habe ich in ihr Fell geweint.

Die Zeit vergeht rasend schnell und ich stehe still. Der Tag quält mich. Noch mehr quält mich der Abend. Mir ist kalt. Ich dusche lang und heiss. Sitze wieder in der Duschwanne. Vielleicht lassen sich die Gefühle abwaschen. Nein. Mir ist immernoch kalt.

Ich lege mich hin. Es ist kurz vor acht. So müde und kaputt. Ich fühle mich schlecht weil ich ‘ungesund’ gegessen habe und mich nicht an meine Diät halte. Ich brauch aber die Zeit für mich. Ich will mir keine Gedanken um Essen machen oder um morgen oder übermorgen.

Tschüss

vor 4 Jahren

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