Immer immer weiter

Die Nacht war gut. Ich habe durchgeschlafen. Der Tag ist geprägt von Selbstbestrafung. Ich zwinge mich mehr zu tun als ich eigentlich schaffe. Beim Laufen angefangen. Extra lange Runde und auch das Essen schiebe ich so lang auf bis mir so schwindelig wird, dass ich kaum mehr gerade aus gehen kann. Nein. Das ist nicht gut. Absolut nicht gut. Man muss sich nicht ritzen um sich selbst zu verletzten. Näher gehe ich an dieser Stelle aber nicht darauf ein. Ich will keine Anleitungen geben. 

Ich habe einen Smoothie Mixer bestellt. Heute morgen habe ich für meinen Mann ein Bananen-Kirsch Shake gemacht und für mich eine rohkost Eiermilch. Eigentlich mache ich sie lieber mit heißen Wasser, der Mixer ist dafür aber nicht ausgelegt. Das Ergebnis war allerdings wunderbar cremig und einen Teil der Milch habe ich gleich in meinen abendlichen Nachtisch investiert: 

  • 1 TL Schokopuddingpulver
  • 1 Beutel Himbeerwackelpudding
  • Vanille und Schoko Flavdrops 
  • Süßstoff!!!!

Duftet traumhaft. Ja das Schokopuddingpulver hat nicht wenig Kohlenhydrate – die habe ich getrackt. 

Danach gab es ein Kuchenexperiment. Ich bin leider so brain-afk,  dass ich nicht sagen kann was nun alles drin ist. Eier, Eiermilch,  Schokowhey,  Möhren… oder so. War außen kross innen weich und saftig!

Für heute Abend habe ich mir Sojageschnetzeltes mitgebracht. Ich dachte schön angebraten macht es sich gut in einem Salat. Sojakrümelchen wäre wohl eher das passende Wort für das was da in dem Beutel war. Ich könnte einen ‘Soja Bigmac Salat’ machen.

Ich gehe baden und versuche mich so zur Ruhe zu zwingen. Klappt mäßig bis gar nicht. Immer wieder wandern meine Gedanken zum Samstag: was muss noch alles erledigt werden. Was ist wenn mir Samstag alle Sicherungen durchbrennen und ich mich mit Essen vollstopfe nur um dann alles wieder auszukotzen. Welche Sicherheitsmaßnahmen kann ich für mich treffen. Reicht ein Low Carb Kuchen an dem ich mich vergehen kann wenn ich die Kontrolle verliere. Muss ich überhaupt versuchen unkontrollierbares zu kontrollieren. Was wären  die Konsequenzen wenn ich dann doch alles in mich hineinstopfe. Ist es nicht auch eigentlich egal. Diese und andere Gedanken treiben mich einfach schon mal vorab in den Wahnsinn. 

Sofa. Aufspringen. Sofa. Hinlegen. Aufspringen. Sofa. In Keller. Sofa. In Küche. Sofa. Aufspringen. Sofa… Zeit für Abendessen machen. 

Ich komme einfach nicht zur Ruhe. Ja man könnte es auf das abgesetzte Antidepressiva schieben. Vorher ging es mir aber auch so. Es ist nichts besser und nicht schlechter geworden. 

Für meinen Mann bereite ich einen Pizzateig vor. Der Stein liegt im Ofen. Fehlt nur noch mein Mann. 

Dann ist der Tag auch endlich rum. Ich weiß Zeit ist wertvoll und sie sollte nicht verschwendet oder ‘rum’ gebracht werden… Aber ja. Ich wünsche mir einfach nicht mehr atmen zu müssen. Irgendwann wird auch wieder die Sonne scheinen. Vielleicht aber auch nicht. 

Mein Leben sieht im Durchschnitt gar nicht so schlimm aus wie es sich anfühlt. Dumm nur, dass Training, Ernährung und SVV das Ergebnis irgendwie verfälschen.

Aha das sieht schon anders aus. 

Tschüss 

vor 5 Jahren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.