Die zweite Nacht

Einen Moment kann ich auf dem Sofa liegen und ein bisschen meine Serie sehen. Dann muss ich weiter irgendwas machen. Es ist inzwischen halb eins. Eiermilchpudding,  mein ‘Eierkuchen’ mit Kartoffelfaser ist fertig. Ich habe mich an einem Zitronenröllchen mit Tonkabohne aus einem Teil des Eierkuchenteiges probiert. Ich war etwas zu eilig mit dem Zitronenpudding. Naja. So wird es eben ein inside-out Röllchen. Vielleicht mach ich morgen noch in Ruhe einen weiteren Pudding. Bis zum Abend habe ich ja Zeit. Irgendwas wird mir einfallen. 

Ich versuche wohl mit aller Macht nicht zur Ruhe zu kommen. Wie eine Motte flatter ich dahin wo gerade das meiste Licht im Haus ist – die Küche.  

Zwischen drin habe ich das Gefühl ich würde träumen.  Ich muss mir wirklich verbieten mich in Einbruchphantasien herein zu steigern.  

Ich nippen an meinem Lavendeltee. Soll beruhigen und einen guten Schlaf bescheren. Nun ja. Eher eine volle Blase. 

2:34 Uhr: mein Hörbuch läuft. Ich habe geschaut wann die Sonne auf geht und mir überlegt von wo aus ich es gut sehen könnte. Der Schlaf mag nicht so recht kommen. 

3:35 Uhr: Der Schlaf war kurz da und hat mich mit einem Alptraum wieder verlassen.

6:20 Uhr: Nach dem ich mich geweigert habe an Rebecas letzte Tage zu denken,  musste ich es mir eben im Traum ansehen. Diesmal hatte aber nicht Rebeca den Krampfanfall, sondern mein Mann. 

Ich bin froh dass ich doch noch schlafen konnte. Den Sonnenaufgang habe ich wohl verpasst. Es ist aber auch bewölkt. Augen zu.

9:18 Uhr: Augen auf ein neuer Tag! Geschafft. Guten Morgen Leere. Guten Morgen dicke Hummel am Fenster. Ich sitze auf meinem Bett. Das Fenster ist offen und ich schaue raus. Vogelzwitschern. Ein leichter Wind. Eine empörte Amsel. Pferdehufe. Autogeräusche. 


vor 4 Jahren

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