Nein und nein

Seltsame Nacht. Viel und wirr geträumt. Lässt mich nachdenklich zurück. Verzerrt. Entrückt. 
Ich habe gestern Abend die Spülmaschine nicht laufen lassen. Das rächt sich jetzt. Kein Kaffee, kein Tee, kein Ingwersaft, kein Wackelquark. Brotdose und Flasche für den Fruchtshake habe ich doppelt, mein Mann muss also nicht hungern. Die Spülmaschine ist fertig. Wasser kocht. Ich weiss nicht was sie gespült hat. Jedenfalls nicht das Geschirr. Kaffeebecher und Teeflasche sammel ich heraus. Der Rest dreht noch eine Runde. Rosametallic Pukka Frauenzauber – Feinblumiger Tee aus Cranbeery, Rose und süßer Vanille. Sicher auch für Männer. 

Das Putzfieber hat mich. Noch bevor das morgendliche Küchenchaos durch ist, blitzen Schränke und Arbeitsfläche. 

Ich checke die üblichen Sozial Media Apps, ich muss lachen als ich sehe, dass eine meiner Nachrichten gelesen, aber nicht beantwortet ist. Musste man doch gestern noch dringend meine Nummer haben. Nein, die gibt’s nicht. Darauf folgt die obligatorische Frage nach dem Alter. Niedlich. Deine Mutter, hätte ich früh geworfen und ginge man davon aus daß die Angaben in deinem Profil leicht nach oben korrigiert sind. Nein. Ich lasse mich selten auf Schreibereien ein. 

Die Spülmaschine ruft. Mal sehen ob sie nun ihren Job getan hat. Teilweise. Ich schau später wo der Schuh drückt. Ich muss mich dringend hinsetzen. 

Zwischen unendlicher Energie und völlig ausgebrannt sein. Allein das ist unheimlich anstrengend. Wachend oder schlafend. Beides geht nicht. Doch es geht. Atemnot. Die Brust wie zugeschnürrt. Gehetzt. Überfordert von wenigen Handgriffen. Ich sitze oder hänge viel mehr in meinem Sessel. Mein Blick ist unstet. Im Ofen steht mein Oatmeal, heute ohne Erdbeerdeko. Ich habe es nicht geschafft die Erdbeeren in Scheiben zu schneiden. Meine Hände zittern zu sehr. 

Nein. Kein guter Tag. Ich fühle mich nicht nach Training. Ganz und gar nicht. Ich fühle mich nach Bett und Kekse. Nach weichen Kissen und kuschliger Wärme. 

Viel zu früh ins Training. Viel zu viel Tag übrig. Vielleicht schlafen. Vielleicht lesen. Vielleicht auch einfach Löcher in die Luft gucken. 

Tschüss 

vor 4 Jahren

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