Regeneration und was so im Kopf los ist

Wohl wieder in die Regenerationsfalle getappt, Knoppes! Noch sechs Trainings bis zur Pause. Das werde ich wohl durchhalten? Mein Mann hat dann endlich Urlaub und ich lege auch einfach mal die Füße hoch. Zwei Wochen kein Training und kein Blog. Stellt euch schon mal darauf ein. Knoppes Endsommerpause naht! Vielleicht gibt es sporadisch mal ein Berichtchen, geplant ist bisher aber nichts. 

So, wie war, wie ist mein Tag. Gestern Abend früh ins Bett. Noch ein paar Tränen vergossen und dann geschlafen. Albträume gehabt und unruhig geschlafen. 

Heute morgen fühle ich mich, abgesehen vom wirklich abartigsten Muskelkater, ganz ok. Bereite Frühstück für meinen Mann vor, alles läuft glatt und ruhig von der Hand. Auf Wackelquark verzichte ich. Hatte gestern Abend einen Möhrchensalat mit Quark, bitte heute nochmal! 

Die Mülltonnen stehen an der Straße.  Auf halben Weg die Einfahrt runter musste ich wieder umdrehen. Die Straßenreinigung kam vorbei gefahren und hat meinen Fluchtreflex ausgelöst. Hatte es aber gleich wieder im Griff. 

Ich habe mich wieder überfordert (allein schon bei dem Satz lacht eine Stimme höhnisch in meinem Kopf – gestern konnte man ja sehr schön lesen wie gut ich mich selbst abwerten und fertig machen kann – das zu stoppen ist nicht so einfach). Ich vergesse zu schnell, dass ich in einer schweren Depression stecke. Ich kann ja aufstehen und mein Training machen. Läuft doch alles. Ja, aber es kostet unheimlich viel Kraft. Ich finde keine Ruhe um wieder neue Kraft zu schöpfen. Ich beschreibe es gerne wie ein Loch, als hätte jemand den Stöpsel in der Badewanne gezogen. Alles an Kraft und Energie läuft einfach heraus. Dazu drehen sich meine Gedanken nur darum irgendwie aus diesem Leben zu entfliehen, den Gedanken zu entfliehen, der ständigen Qual zu entfliehen. Vielleicht treibe ich mich auch ganz bewusst immer und immer weiter an, in der Hoffnung einfach tot umzufallen. Passiver Suizid. 

Ich suche nach Ansprache, etwas was mein Hirn beschäftigt, etwas was mich geistig fordert ohne mich gleich zu überfordern. Ich muss diese Gedanken aus meinem Kopf vertreiben. Ich finde aber nichts! Es gibt keine Gesprächspartner die meine Aufmerksamkeit lang genug fesseln könnten. Es gibt keine Beschäftigung die mich in ihren Bann schlägt. Ich bin Stunde um Stunde mit meinem Hirn und meinen Gedanken alleine. Waterbording im eigenen Kopf. 

Zu schnell müde. Zu schnell am Ende. Kein Interesse. 

Ich habe, glaube ich, nicht erwähnt, dass ich gestern minutenlang auf den Fußboden eingeschlagen, mich hin und her geschmissen habe und dabei beinahe an meinen Tränen erstickt wäre. Alle Gefühle sind auf einmal raus. Alles was sich angestauten hat, alle Wut, alle Verzweiflung. Alles raus. Oft geht es mir danach besser. Bis sich wieder genug angestaut hat. 

Ich werde mein Zimmer aufräumen, es aus seiner Sommerpause holen. Ich glaube, ich hätte Spaß daran Figuren zu modellieren. Es stehen auch noch immer beinahe unausgepackt, Leinwände, Farben und Strukturpasten herum. Warten auf ihren Einsatz. 

Aus kurz aufräumen wurde lang umräumen. Jedes Möbelstück hat einen neuen Platz bekommen. Zwischendrin war der Vermieter da, Freitag wird irgendwas ausgewechselt, Smalltalk. Weiter räumen. 

Spätes Mittagessen. Rührei und eine Menge Gemüse. Ein LC-Brot im Backautomaten. Vielleicht gelingt es. Vielleicht nicht. 

Das Brot werde ich heute wohl nicht mehr probieren… Man muss auch die Backtaste drücken. Dann habe ich ja heute so richtig was an Kcal über! Tatsächlich esse ich momentan auch wieder weniger als ich sollte. Unbewusst ‘bestrafe’ ich mich für das Wochenende. 

Den Rest des Tages verbringe ich damit den Tag rum zubekommen. Ich bin schlapp und kaputt. Gestern war sehr anstrengend. Gleichzeitig bin ich unruhig und nervös. 

Tschüss 

vor 4 Jahren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.