*Strohwitwenmodus aus* und ‘Nur Pimmelköppe gehen nicht wählen!’

Heute kommt mein Mann wieder Heim. Er war in Amsterdam. Ich glaube da mag ich auch einmal hin. Die Bilder, die er mir geschickt hat sehen toll aus! 

…nicht nur weil er selbst mit drauf ist

Im Moment ist er noch mit seinen Kollegen in der City unterwegs und bringt mir hoffentlich was mit! NEIEN! Was ganz und gar legales (ohne hier eine Pro/Contra Diskussion lostreten zu wollen: THC löst bei mir Psychosen aus – wirklich wahr und das ist nicht witzig. Also die Psychosen. Ich denke aber, daß es ähnlich wie beim Botulinumtoxin sein wird – die Menge macht das Gift und 50 Einheiten Botox direkt zwischen die Augen läßt meinen Dämon sanft schlummern). 

Meine Film- und Nahrungsmittelauswahl gestern war gelungener. Ich habe fette Beute beim Dönermann gemacht und bei ‘Arlo & Spot’ noch ein Stück Schokolade gegessen (wirklich Stück nicht Tafel! Wobei alles unter 300g…).  

Ich habe eine der Leinwände mit den Salzbärchen verziert, mein ‘Lucy in the Sky’ umgezogen und anschließend die restlichen Leinwände aufgehängt. Dann ist mir die Birne der Deckenlampe um die Ohren geflogen – das ist wichtig, im Flur muss Licht sein! 

Sobald die Adventszeit startet, werden an die Salzbärchen die Beutelchen gebunden. 

Ich mag die Kombi Galaxy und Bären. Sieht ein wenig nach Invasion aus. 

Damit es im Haus nicht ganz arg still ist, habe ich die Nacht ein wenig Musik laufen lassen. Ich habe lange keine Musik mehr gehört. Das lag/liegt vorallem daran, daß ich mit der Gefühlsflut, die Musik immer bei mir auslöst nicht umgehen konnte/kann. Musik ist einfach der Emotionsträger schlecht hin. Wie das dann so ist bei einem Gefühlsschwamm, es kann nicht alles gehalten werden. Das reicht von kleinen Schnitzereien an mir bis hin zu starken Suizidgedanken. 

Ich habe mir das neue Album von Michael Patrick Kelly (jaja, der Paddy) angehört. Ich bin eben doch kein Musiknazi! Ganz im Gegenteil, ich träume manchmal Musik. Das ist nicht zu beschreiben. Einfach unglaublich. Es ist als würde man eine Stadt aus Musik bauen. Formen, Farben, alles ist Musik. Nicht bloße Geräusche oder Töne. Ich sag ja, nicht zu beschreiben, da fehlt mir eindeutig das nötige Musikverständnis. 

Vorallem wollte ich nicht wieder so brutal aus dem Schlaf gerissen werden. Nachbar Pferd ist manchmal ein rumpelndes Arschloch und dann kracht es auch mal und Knoppes steht im Bett. 

Meine Laune scheint heute wirklich gut zu sein. Ich habe große Lust auf mein Training – Rücken. Das Wetter ist sehr herbstlich, ich würde fast schon sagen die Dementorenbrutsaison steht kurz bevor. Es läuft ein wenig Musik. Ich wechsel zwischen häkeln, malen und wuseln. Schultern und Brust fühlen sich großartig an. Ich mag diesen ganz leichten Muskelkater nach einem besonders guten Training. Die Art von Muskelkater, die zeigt, daß jede Faser an seinem Platz ist. Leichtes ziehen, man spürt noch den Pump vom Training. Überhaupt habe ich wieder großen Spaß vor meinem Spiegel. Mein KFA ist im Wohlfühlbereich, alles wieder runder, man sieht aber das da mehr ist als Haut und Knochen. 

Während ich in der Küche stehe und eine Orange schneide, merke ich wie die Musik an mir zerrt, ich mich von mir selbst löse. Nein. Nein. Nein. Das darf nicht passieren. Das ist ein Zustand in dem ich völlig die Kontrolle verliere. Ich bekomme eine Gänsehaut und mein Mund wird trocken. Meine Hände zittern und ich höre dieses ziehende Geräusch was entsteht, wenn Messer durch Haut und Fleisch schneidet. Mein Dämon flüstert leise, das dies der Weg zur vollkommen Glückseligkeit ist. Nur in meinem Kopf. Du hast ja ein an der Waffel. Meine Hände werden eiskalt. Ok, das war es dann erst einmal wieder mit Musik. Ich will das nicht. Es fällt mir so schwer mich los zureißen. Nein. Nein. Klappt auch nicht. Langsam rühre ich Reis und Hirse in mein Oatmeal. Es fühlt sich an als würde sich ein Teil von mir auflösen. Es kribbelt in meinem Bauch. Jetzt gerade fühlt es sich so an als würde ich wieder meine eigene Identität verlieren, in die Haut von jemand anderen schlüpfen. Denken und fühlen wie jemand anders. Eigentlich mag ich diesen Zustand, bin ich doch dann in der Lage ‘normal’ zu sein. Heute will ich das nicht. Ich will ich selbst bleiben! Geh weg!

Training und ich bin wieder voll bei mir. Wie gut das tut! Bevor es mein Oatmeal gibt (heute Spekulatius Karamell Schoko – epische Eigenkreation), hänge ich die Wäsche auf und gehe duschen. Meine Augen werden verdammt schwer und ich lege mich gleich nach dem Essen hin. 

Inzwischen ist mein Mann auch wieder da. Er hat mir Käsebrötchen mitgebracht! Wie gut!

Aber nun Schluss für heute. Der wenige Schlaf und meine unheimliche Aktivität im den letzten Tagen fordert einen gemütlichen Abend mit Käsebrötchen und Eis. 

Tschüss 

P.S.: Nur Pimmelköppe gehen morgen nicht wählen!

vor 3 Jahren

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