Teil IV: Auf auf und davon 

Zurück nach Deutschland 

Der Regen spült uns Richtung Fähre, raus aus Dänemark. Puttgarden. Die Fahrt ist wellenreich. Irgendwie auch beklemmend. Es ist voll und laut. So ganz anders als unser mobiles Zuhause. 

Es geht nach Lübeck. Einmal Stadt und zurück. Natürlich stecken wir unsere Nasen in die hiesige Marzipan Manufaktur. 

Wenn wir wollen, können wir heute Nacht in Lübeck bleiben. Hier an einem alten Hafen direkt an der City. Aber nein. Es zieht uns weiter Richtung Süden.

Die Navi beschert uns eine kleine Irrfahrt durch Lübeck. Mir beschert es eine fiese Panikattacke, ich kann immer schlechter mitfahren. Feierabendverkehr in der Stadt ist besonders schlimm. Aber auch Landstraßen und Autobahnen. In der Stadt ist es die Enge und das unvorhersehbare Verhalten aller, Fußgänger, Radfahrer, Autos, etc. Auf Landstraße und Autobahn bescheren mir Überholmanöver, Hindernisse, Baustellen, Seitenstreifen, Schilder,… fiese Schrecksekunden mit kaltem Schweiß und Herzrasen. (Mein Mann ist ein sehr guter Fahrer. Hier gibt es keine gefährlichen Spielereien und trotzdem wird mir immer öfter schlecht vor Angst) Ich fahre schon lange nicht mehr selber. Eine Panikattacke am Steuer kann ich nicht verantworten. 

Auf nach Ratzeburg – hier wollen wir übernachten.

Ratzeburg zeigt sich von seiner schäbigsten und asozialsten Seite. Nö, nö. Hier werde ich kein zweites Mal herkommen. Wenn es gar nicht anders geht, werden wir unser Nachlager hier auch einfach abbrechen. Die Nacht wird fast schon widererwartend ruhig.

Wir starten am nächsten Morgen Richtung Hamburg – Gudow – Haus – Meierei – See. Hamburg City. Regen. Regen. Regen. Wir gehen ins Chocoversum. Los geht es. Die Führung ist auf englisch – das war die nächst mögliche und sollte kein Problem für uns darstellen. Bis dahin gibt es in einer Bäckerei einen Kaffee, einen Kakao und für jeden ein Franzbrötchen. 

Es geht los: Jeder bekommt eine Waffel in die Hand gedrückt. Ein riesen Schokobrunnen steht gleich hinter einem Vorhang, waffelfrei Es beginnt alles auf der Kakaoplantage. Ich melde mich freiwillig eine frisch aus der Kakaofrucht gelöffelte Kakaobohne zu probieren (dumm nur, daß etwa 20 Menschen um mich herum stehen und alles genau wissen wollen. Als später dann auch noch die Wasserflasche meines Mannes explodiert haben wir für den Rest der Führung die beinahe die gesamte Aufmerksamkeit der Gruppe). Die Bohne ist umhüllt von Fruchtfleisch ähnlich einer Lychee. Ähnlich schmeckt es auch. Blumig. Die Bohne selber ist bitter, erdig, wenn überhaupt nur mit einem Hauch Schokolade. Bevor wir weiter die Stationen der Kakaobohne bis hin zur fertigen Schokolade durchlaufen, dürfen wir unsere eigene Schokoladenkreation zaubern.

Wir hören, fühlen, riechen und schmecken Schokolade. Gemahlene Kakaobohnen, Kakaobrei, Kakaopulver, wir kriegen Waffeln mit Schokolade aus der Conche, flüssig und warm. Alles, jeder Schritt darf probiert werden.

Nach diesem unglaublichen Schokorausch geht es natürlich im Regen weiter. Doginson ein absolutes Muss auf unserer ‘Todo-Liste Hamburg’. Lange haben wir es uns vorgenommen. Das Geschäft ist wirklich großartig. Tolles Sortiment. Hier weiß man das Qualität drin steckt. Wir kennen Nicole und Norbert die Besitzer des Geschäfts. In Sachen Hund und Mensch sind die beiden unsere ersten Ansprechpartner. Wir haben uns lange nicht mehr gesehen, die Freude ist umso größer als tatsächlich auch einer der beiden da ist. Wir unterhalten uns eine ganze Weile, ehe es zurück Richtung WoMo geht. 

Rebeca und Marie waren oft in der gleichnamigen Hundepension. Nicole und Norbert haben uns sehr geholfen unser Rudel zu einem Rudel zu machen bzw. die Konsequenzen aufzuzeigen und für Marie ein neues besseres Heim zu finden. 

Wir übernachten nicht in Hamburg. Fahren weiter nach Lüneburg. Der Campingplatz ist voll – Lüneburger Oktoberfest… Wir fahren weiter zum Schiffshebewerk Scharnebeck und bestellen uns Pizza ins WoMo. Das ist großartig! Also nicht die Pizza, aber die Pizza! Im strömenden Regen sitzen wir in unsrem behaglichen mobilem Nest und essen Pizza. 

Regen auch heute. Also Heimflug. Durch die Heide geht es langsam zurück Richtung Hannover. Vorbei an Heidekraut und Heide Park. Vor einigen Jahren bin ich Hals über Kopf samt Hunden bei meinem Mann in die 2-Zimmerwohnung ins drei Bauernhofdorf nahe Soltau gezogen  – in Blick und Hörweite von Collossos. Im Heide Park habe ich für eine kleine kurze Zeit als Operator an der Limit gearbeitet. Spaßknöpfchen drücken. Die kleine kurze Zeit fand ein jähes Ende – mein erster Klinikaufenthalt. 

Irgendwie haben wir die Heideblüte verpasst, oder doch nicht? Egal, das Nest ruft. Heute Nacht schlafen wir in unserem eigenen Bett. Ich freue mich. 

Ein toller Urlaub ist zu Ende, im Gepäck eine Menge Erinnerungen. Sommer, Sonne, Strand und Regen. Klumpfisk. Smørrebrød und dieses mein kleines Urlaubstagebuch. Entspannung, aber auch die Gewissheit, daß auch im Urlaub alles dabei ist.

– ENDE –

TKKG die Profis sind wir, TKKG die Profis sind wir. Wir lösen für Sie jeden Fall ob sie wolln oder nicht! TKKG!

vor 3 Jahren

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