Gestern Teil II – und alle alle waren da

Nach dem wir unseren Termin im Hundezentrum hatten, sind wir auf ein Glas Wassser (für Kaffee war ich viel zu aufgeregt) zur fantastischen Birgit und ihrem Mann Manfred gefahren. Ich kenne Birgit von Team-Andro. Nachdem wir uns einig waren, daß ich meine sozialen Kompetenzen an ihr testen darf, haben wir eigentlich regelmäßigen Kontakt. Da wir eh in der Nähe waren konnte ich es mir auch nicht nehmen lassen vorbei zu fahren. Ich hatte mich nicht getraut zu fragen, aber sie hatte es ja in einem Kommentar hier auf diesem meinem kleinen Blog getan. Ich war fürchterlich aufgeregt. 

Beste!

Nach dem Termin im Hundezentrum war ich kaum in der Lage einen Satz gerade zu sprechen, ich fange dann einfach an zu stottern. Angstschweiß hat mich miefen lassen und überhaupt war meine Hose voller Hund. 

Wir sind wirklich herzlich empfangen worden. Wir hatten einfach auch unheimlich viel zu bequasseln, da blieb kaum Zeit für Schüchternheit meinerseits. Ich habe mich wirklich richtig wohl gefühlt. 

Wölkchen war übrigens die ganze Zeit – auch im Hundezentrum – mit dabei. 

Wirklich nur auf ein Glas Wasser. Die Zeit lief uns langsam davon. Mein Neffichen muss zeitig ins Bett. Also auf. Mama, ihr Mann, Schwesterherz und Neffichen haben schon gewartet. Es gab ein unglaublich köstliches Lammcurry mit Reis, danach denn die traditionelle Sauerkirschtorte.

Nachschlag bitte!

Wieder zu viel zu bereden für so kurze Zeit. Schwester und Neffichen waren auch schnell wieder verschwunden, aber wir sehen uns ja demnächst für etwas länger. 

Mit Mom und ihrem Mann haben wir noch eine Weile zusammen gesessen. Wir haben bei Knerken wieder viel gesprochen, über damals, über heute. Ich kann immer immer immer immer und immer wieder sagen, redet, verdammt noch mal redet miteinander. Nur so kann man erfahren warum Entscheidungen getroffen wurden, warum man gemacht hat, was gemacht wurde. Wie. Was. Warum. Alles hat seine Gründe. Man verfängt sich nur selber in Gedanken zu Dingen von dem man nicht im Ansatz weiß warum sie so gekommen sind wie sie eben sind. Man erfindet seine eigene Wahrheit und klemmt auf einmal in einer Geschichte aus der man nicht mehr heraus kommt. 

Ein lautes Kreischen unterbricht unsere Gespräche. Eine der fettesten Spinnen, die ich jemals gesehen habe, schreitet durch das Wohnzimmer. Mit einem beherzten Griff, schmeißt Mom sie aus der Terrassentür. Also ich hätte ja… nur laut gekreischt. 

Auch hier war wieder viel zu wenig Zeit für all die vielen Worte. Der Heimweg war aber lang und so mussten wir los.

Ich habe die beiden zu Weihnachten eingeladen. Ich habe zwar noch nicht mit Schwiegervater gesprochen, habe das aber jetzt so entscheiden. Alle, alle Teile, sind ja nicht alle, werden zu Weihnachten hier sein. Wir feiern kein Weihnachten, es gibt keinen Baum, oder Geschenke, es wird einfach nett zusammen gesessen, gegessen und Zeit miteinander verbracht. Ja. Das möchten, glaube ich, alle anderen auch gerne. 

Auf der Rückfahrt haben wir uns praktisch die kompletten vier Stunden besprochen. Hund – vorallem, aber auch die ganzen vielen Eindrücke des Tages. Am Schluss war ich fast heiser. Mein Bauch voller Kekse – Birgit, die sind großartig. Mein Kopf voller Gedanken und ich randvoll mit Gefühlen. 

Ich werde eine Weile brauchen das alles zu verarbeiten. Wir haben auch noch eine ganze Weile hier Zuhause auf dem Sofa gesessen. Mal gesprochen, mal jeder für sich. 

Das war ein wirklich sehr langer, mega kurzer Tag mit unheimlich viel von allem und vorallem viel und zu kurz von besten Menschen. 

vor 2 Jahren

2 Kommentare

  1. Liebe Christiane,
    es war mir eine Freude, Dich zu treffen.
    Manche Androjaner bleiben flüchtige Bekannte, andere werden Freunde,
    wenige werden – wie Du – Herzensmenschen.
    Ganz liebe Grüße, Birgit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.