Passt nicht so richtig und noch viel zu erledigen

Mein Schlafrhythmus ist doch noch etwas im Eimer. Es wurde gestern relativ spät und das obwohl nach dem Training bei mir so ziemlich alle Lichter aus waren. Kochen war fast schon eine richtige Herausforderung. Also habe ich es mir einfach gemacht. Möhren, Kürbis, Rosenkohl und Kohlröschen, dazu eine handvoll Maronen und Kartoffelspalten (für meinen Mann) in den Ofen geschmissen, pulled Pork drauf – fertig. 

Einfach – köstlich

Für zwischendurch gab es einen Ofenpudding mit Keks. 

Warm und keksig

Dieser Morgen startet soweit ganz gut. Küchenchaos lässt mich in Ruhe, ich wurschtel vor mich hin, verabschiede dann meinen Mann und muss dann doch einen Zwischenstopp auf meinem Sofa einlegen. Die wirklich dunkle Regenwolke, die eben noch über meinem Garten hing, hat sich kommentarlos verzogen und ein wenig Sonne kommt raus. 

Ich habe gestern die Hausarbeit größtenteils liegen gelassen, natürlich habe ich es gestern mit Anlauf übertrieben. Dazu dann auch volle drei Stunden Training – einfach weil ich Bock hatte. 

Es gibt ein paar neue Themen mit denen ich mich beschäftigen muss, einmal wäre das die Hundesteuer, Assistenzhunde können durchaus von der Steuer befreit sein, zum anderen wäre es ein Behinderten- bzw. Schwerbehindertenausweis (auch psychische Erkrankungen können als Behinderung gelten). Klingt uncool. Wenn ich ehrlich bin, bin ich aber massivst eingeschränkt. Ich  bin ständig auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Panik- und Angstattacken setzen mich immer wieder komplett außer Gefecht. Ganz zu schweigen von den Depressionen, die mich immer wieder lähmen. Behindertenausweis heißt ja nicht automatisch, daß ich überall mein Auto parken kann wo ich will – im Gegenteil, funktionsfähige Beine habe ich ja. Es könnte aber beispielsweise darin vermerkt werden, daß ich auf Begleitung (B) angewiesen bin – was einen Assistenzhund auch mit einschließt. Der Sinn des Hundes ist, daß er mich überall hin mitbegleitet. Das schließt natürlich auch sämtliche Einrichtungen ein – Lebensmittelgeschäfte – Krankenhäuser – Ämter – wo immer ich eben hin muss. Ich denke ein entsprechender Ausweis mit dem Vermerkt würde dies vereinfachen. Andereseits wird ein Behindertenausweis die zukünftige Jobsuche wahrscheinlich um ein vielfaches erschweren. Ich weiß es nicht. Ich muss mich weiter in diese Richtung informieren. Ich fühle mich jetzt schon um kurz nach neun wie nach einem Marathon. Ich weiß daß ich einen Behindertenausweis bisher immer abgelehnt habe – es hat etwas abstempelndes, wohl aber auch nur in meinem Kopf und soweit ich weiß wird bei psychischen Erkankungen erstmal ein befristeter Ausweis ausgestellt. 

Nein. Kopfpause. Das ist ein sehr schweres Thema für mich. 

Auch die Kopfpause lässt mich nicht so richtig warm werden mit diesem Tag. Jetzt geht es stark auf Mittag zu und ich fühle mich einfach nicht fit für all die Aufgaben, die sich für heute angesammelt haben. Ich seuftze mich durch die Essensvorbereitung. Es gibt einen kleinen Ofenpudding und damit der Ofen auch was zu tun hat, habe ich Gemüse geschnibbelt und dazu geschmissen. Für heute Abend dachte ich an eine Kürbis-Möhren Suppe mit roten Linsen, oder sowas. 

Ich muss dringend staubsaugen, im Badezimmer sammeln sich tonnenweise Haare, und das schlimmste daran, sie sind von mir und das auch praktisch von gestern. Bäh. Nach dem Duschen nachher wird sofort wieder alles voll liegen. 

Der Rückkauf meiner Lebensversicherung muss endlich in Gang kommen. Weniger leicht als gedacht. Nachdem ein zweiter Experte darüber geguckt hat und den Vertrag auch für nicht rückabwicklungswürdig befunden hat, muss also ein Rückkauf her. Zum Ersten werde ich kaum das Alter der Auszahlung erreichen, zum Zweiten werden die Umstände meines Todes dazu führen, daß meine Hinterbliebene eh keinen Cent daraus erhalten, zum Dritten können wir damit den Autokredit ablösen und hätten so Geld für die Ausbildung des Assistenzhundes flüssig. Also praktisch wird einmal umgeschichtet, wir versuchen nur irgendwie die Verluste so gering wie möglich zu halten. Da gilt es nun einiges zu beachten, fallen Zinsen an, kann man sie evtl. weiter verkaufen… Oh man. 

Diese und andere Gedanken füllen dann doch meinen Kopf. Immer wieder greife ich zu meinem Telefon. Alles was mir zum Thema Hund einfällt wird hier notiert. Gerade waren es Hundeschulen. Auch hier muss ich mich mit in Verbindung setzten bzw. Kontakt zwischen Schule und Trainer herstellen. Wie gesagt, alles muss in einander greifen. Sitzt der Grundgehorsam nicht, ist die weitere Ausbildung fraglich. Das steht und fällt natürlich auch mit uns, es hängt aber auch an der Welpenschule. Bei Rebeca und Marie war es mir wichtig, daß sie folgen. Alles andere waren Spielereien. Ja.

Ich fühle mich damit auch ziemlich überfordert, treibe mich aber immer weiter an. Ich sollte dringend eine Art Prioritätenliste erstellen. Welpenschule kommt deutlich nach Geld frei schaufeln und Kostenübernahmeantrag… Ja. Ich verzettel mich gerade wieder gründlichst. Immer mehr Dinge poppen in meinem Kopf auf: Versicherung – Haftpflicht – möglichst hohe Summen… – was ist mit einer Versicherung falls der Hund nen Unfall hat und eingeht? Gibt es sowas, ist das sinnvoll? Tierkrematorium, das soll vorher wieder geklärt sein. OP-Versicherung? 

Klappe zu KOPF!

Aha, die erste Krankenakte liegt zur Abholung bereit. Cool. 

Training ist durch, Essen ist drin. Ich schreibe ein paar Nachrichten hin und her. Obwohl ich ziemlich im Eimer bin, fühle ich mich durchaus besser als heute morgen. Irgendwie anwesender. 

Tschüss

vor 4 Jahren

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