Trainingsfrei und viele Termine 

Kopfschmerzen. Sie werden im Verlauf des Vormittags stärker. Ich versuche es erstmal ohne Schmerztablette. Doch irgendwann werden sie so stark, daß ich mich kaum mekr konzentieren kann – kann ich ja eh nicht so gut, Kopfschmerzen machen es aber nicht einfacher. 

Ich versuche mich an meinem Puzzle. Das einzige was mich momentan gut ablenken kann. Schnell muss ich frustriert aufgeben. Ich kann die Farben nur schlecht unterscheiden und irgendwie passen alle Teile überall. Stattdessen räume ich alle Kleinteile, die in meinem Zimmer herumfliegen in Kisten. Meine Dinos kommen eine Regalreihe höher. 

Dann schreibe ich eine Mail – heute ist es sehr anstrengend. Mir bricht dabei kalter Schweiß aus und ich fange an zu zittern. Ich schreibe an Halswerk, mit Sandra hatte ich schon vor einer Weile Kontakt aufgenommen. Lex soll ein ganz bestimmtes Halsband bekommen. Ist wohl klar, wie das aussehen soll. Da er für ein endgültiges Band natürlich noch zu klein ist und keiner vorraussagen kann wie sich sein Halsumfang entwickelt, gibt es erstmal ein Welpenband. Ich dachte an eine kleine Ausgabe des großen. Dazu auch eine passende Leine. Und jetzt bricht bei mir Hektik aus, weil unser erster Fototermin schon so bald ist und Lex dazu natürlich sein Band haben soll. Ja, das muss ich noch lernen. Dinge die ich nicht beeinflussen kann, locker zu nehmen und nicht gleich irgendwie irgendwas versuchen. Wahrscheinlich ist das auch der Grund warum mir die Mail so abartig schwer fällt. Ich wollte sie gestern schon schreiben, aber da habe ich mich noch unentspannter gefühlt. ABER ich konnte es auf heute verschieben ohne noch mehr in Panik zu geraten. 

Mein Mann ist heute Abend mit Freunden unterwegs. Ich finde es wirklich wichtig für ihn sich auch mal eine Knoppes Auszeit zu gönnen. Schließlich weiß ich selber wie anstrengend ich bin. Und ja, ich hätte auch gern eine Auszeit von mir. 

Oha, ein Blick in meinen Kalender sagt mir, daß mit Lexis Einzug unser ruhiges Leben vorbei ist, nicht nur weil eben wieder ein Freund Flausch da ist, sondern auch weil wir so viele Termine außer Haus haben. Die Welpenschule startet auch schon direkt mit einer Schnupperstunde. 

Ich gehe baden. Die Kopfschmerzen wollen einfach nicht weg. Danach lege ich mich einen Moment hin. Den Rest des Tages verbringe ich in meinem Zimmer. Das Puzzle ist blöde. Irgendwie passt wirklich jedes Stück zusammen und bei meiner Schreibtischfunzel sehe ich die feinen Unterschiede nicht. 

Heute weiß ich wieder nichts mit mir anzufangen. So viel Tag so viel zu tun. Keine Kraft. Keine Energie. Nur ein Kopf der ununterbrochen blubbert. 

Inzwischen ist es dunkel. Ich ziehe ins Wohnzimmer um. Wieder so ein Abend an dem ich in jeder Ecke dunkle Schatten sehe und überall etwas höre. Es muss überall Licht an sein. Ganz besonders im Flur, aber auch im Wohnzimmer. Jetzt verfluche ich die großen Terrassentüren. Ja, in den Ecken sind dunkle Schatten. Ja, es sind Geräusche im Haus. Der Heizkessel macht so einiges an Musik. Auf dem Dachboden sind ein paar Tiere unterwegs. Der Kühlschrank gluggert und bei kälteren Temperaturen tropft die Toilettenspülung. Alles ganz normale Geräusche. Bald ist die dunkle Jahreszeit auch vorbei. Es ist schon wieder etwas länger hell. Bald habe ich meinen Lex, der wenn ich es wünsche, daß Haus durchsucht und mir mitteilt, daß alles in Ordnung ist. 

Tschüss 

vor 3 Jahren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.