Die letzten Tage

Freitagabend:

Baumarkt.

Obwohl ich wirklich nicht mehr gerade aus denken konnte, bin ich noch mit in den Baumarkt. Danach gab es einen kurzen Abstecher in einen Supermarkt. Süßwaren – nichts dabei was mich wirklich anmacht. Je ein Eis haben wir mitgenommen. Auf nach Hause.

Die dritte und letzte Kochbox wartet, heute gibt es gebackenen Korma-Kürbis (kein Bild vorhanden, hat aber wirklich gut geschmeckt).

Irgendwie endete der Abend dann doch in einer Katastrophe.

Ich habe schon beim Schnibbeln der Zutaten immer wieder gesagt, daß ich fertig bin, mein Stress mir unterm Dach steht und ich nicht mehr kann. Als mein Mann dann seine Milchshake Flasche, beim Versuch diese in die Spülmaschine zu buxieren, über den (wirklich grad aus der Waschmaschine kommenden!) Läufer gekippt hat, war es bei mir völlig vorbei.

Pack ihn gleich ins Kurzprogramm

Läufer weg bedeutet für mich:

Hier musst du noch putzen! Ist nicht fertig! DRECK!!! DRECK!!! DRECK!!!

Um die Situation zu entspannen habe ich versucht meinen Mann samt Läufer in den Keller zu schicken. Wahrscheinlich im stressbedingten entglittenen Tonfall.

Seine Antwort war entsprechend patzig. Also bin ich aus der Küche.

Er ist dann doch in den Keller – Wer macht nun das Essen?

Er kam dann zu mir ins Wohnzimmer. Auf meine Frage was er hier mache, kam nur ein wirklich dämliches:

Ich darf ja nicht in die Küche.

Ach, ich habe mich so sehr bemüht die Situation zu entspannen und er hat einfach nur beleidigt und dann auch noch mit nem blöden Spruch reagiert.

Sicher, er hatte einen harten Tag und es ist nicht immer leicht auf mich entsprechend zu reagieren – aber mehr als versuchen in einer solchen Situation zu sagen

Ich bin sehr angespannt und das geht so nicht gut

kann ich auch nicht.

Ich war so stolz auf mich, daß ich überhaupt etwas sagen konnte und nicht gleich alles greifbare zerstört habe.

Ich bin dann in mein Zimmer. Ich habe an diesem Abend auch kein Wort mehr mit meinem Mann gesprochen. Das war dann doch zu viel.

Auch diese Nacht war wie jede andere davor eher schlaflos und auch wieder mit Albträumen gespickt.

(Ich hatte hier gern ein Feedback von meinem Mann, wie er die beschrieben Situation empfunden hat – etwas gegenseitig zu reflektieren ist ungemein hilfreich.)

Samstag:

Am Morgen haben wir uns ausgesprochen. Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll. Für mich ist es eben schwer bis unmöglich ab einen gewissen Punkt sachlich zu agieren. Es übernimmt dann einfach mein Instinkt die Rolle. Flucht, Angriff, Verteidigung. Kein Platz für einen klaren Gedanken. Wie bei einer Panikattacke. Irgendwann ist der Punkt überschritten. Ich merke es einfach nicht rechtzeitig. Bzw. ignoriere die Alarmsignale.

Einzige Möglichkeit wäre es Situationen in denen sowas passieren könnte ganz zu vermeiden. Sprich, sobald ich mich zu schlapp für die Welt fühle, Pille rein und ins Bett.

Ist das eine Lösung? Ich glaube kaum.Einfach weiter üben. Versuchen. Lernen. Besser werden.

***

Es gab auch wahnsinnig viel zu erledigen.

Ein kurzer Blick in den Keller bestätigte meine Befürchtungen, die Meisis sind wach.
Beide Arenen sind aufgestellt. Also fehlen nur die beiden Nester und natürlich die Verbindungsschläuche.

War diesmal alles etwas schwieriger zusammen zufügen. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, daß möglichst viel von den Tieren zu sehen sein soll. Mit Hilfe meines Mannes hat es dann doch ganz gut geklappt – entkommen ist auch nur eine Meise, als ich das Nest gewässert habe. Ich habe sie aber auch wieder zurück zur Kolonie setzen können.

Binnen weniger Stunden hat es vor Ameisen in der gesamten Farm nur so gewimmelt. Die Kolonie scheint den Winter prächtig überstanden zu haben. Eine Menge Brut liegt auch im Nest – was beduetet, hier werden Drohnen und Königinnen ausgebrütet.

Willkommen zurück

Wir versuchen die Temperatur im Wohnzimmer niedrig zu halten, nicht eiskalt, aber auch keine 30 Grad. Zwischen 18-20 Grad fühle ich mich eh am wohlsten. Im ‘Winterruheraum’ waren es die letzten Tage zwischen 12 und 15 Grad. Verrückt. Für die nächste Ruhephase muss dringend ein neuer Plan her.

Mein Mann war draußen im, zur Werkstatt umfunktionierten, Carport. Er hat Treppengitter gebaut. Diese schieben wir dann einfach vor die Treppen sollte Lex einmal unbeaufsichtigt unterwegs sein. Sobald er sicher und vorallem langsam Treppen steigen kann, kommen die Gitter auch wieder weg. Alles kein Problem solang er keine unkontrollierten Laufaktionen startet, denn die können wirklich Schaden anrichten.

Weiter ging es zum Terrarium, sind die Meisis wach, werden es die Geckos auch. Die Löcher für die Beleuchtungen waren schnell in das Lüftungsgitter gebohrt. Wir hatten extra ein neues besorgt – das alte war ziemlich ramponiert. Nach der Terrarienkatastrophe im letzten Jahr sollte es dann doch auch mal neu gemacht werden. Lampen und Lämpchen rein, Kabellage angeschlossen

KNALL PENG STINK Ach…

Da hat die Knoppes im letzten Jahr die Vorschaltgeräte falsch beschriftet. Die LED Strips brauchen mehr Ampere als die kleinen Nachtlichtbirnchen. Wie auch immer, kann ich nicht erklären, Geräte vertauscht. Die kleinen Lämpchen haben zu viel abbekommen und sind wirklich explodiert. Eine ist komplett schwarz, die anderen beiden haben ihre Glasdecklchen verloren.

Hat eine Weile gebraucht bis ich mich beruhigt hatte und aufhören konnte mich über meine eigene Dämlichkeit zu ärgern. Ist ja nun auch nicht das erste Mal, daß ich an der Beleuchtung hantiere und ja… eigentlich weiß man auch, dass man einen Blick auf die Vorschaltgeräte wirft um sowas zu vermeiden.

Irgendwie ist mir das durch die Lappen gegangen und ich dachte es wäre eine großartige Idee alle Kabel, Vorschaltgeräte und was auch immer zu beschriften – guter Plan, war halt leider falsch.

Die Lämpchen, die ich für den “Night Sky” in Gebrauch hatte, werden so auch nicht mehr angeboten. Was im Zweifelsfall, bedeutet ganz neues System kaufen.


Kabellage

Nö.

Es kommt eh eine große LED Leiste rein. Die Idee ist Sonnenauf- und Sonnenuntergang damit zu simulieren. Natürlich kann man den Raspberry Pi, an dem die Leiste angeschlossen wird, auch auf Mondzyklus und Sternenfunkeln programmieren.

Ist doch viel viel cooler als drei einzelne blaue Birnchen. So zumindest der Plan. Wie es dann in der Umsetzung aussieht, werden wir die Tage herausfinden.

Wir haben dann doch alles an die Seite gelegt und den Abend friedlich ausklingen lassen.

Es gab beste Rippchen und dazu BBQ Schnittchen.

Wir haben richtig viel erledigt bekommen:

  • Ich habe für die nächten Tage vorgebacken
  • wir haben nach fast drei Jahren, die wir hier wohnen unseren Briefkasten aufgehängt
  • Meisis gerettet.
  • Treppengitter gebaut

Ja. Rest dann am Sonntag und abends endlich eine Treffen mit Cousinchen und Schwiegersin.

Soviel zu den letzten Tagen.

Tschüss

Edit: Ich seh selbst, da ist etwas viel Murks geschrieben. Es gab ein neues Update für die WordPress App – ich tippe schneller als der Text erscheint, was dazu führt, daß einzelne Worte verschluckt oder zusammen gewurschtelt werden. Ach, die App könnte so komfortabel sein.

Dazu etwas Brain-AFKnes meiner Seits und fertig ist das Kauderwelsch!

vor 3 Jahren

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